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Ursprünglich sind Alpakas in Südamerika (Chile,
Peru, Bolivien) zu Hause. Dort wurden sie vor 5000 Jahren
von den Incas domestiziert. Durch die harten Bedingungen
in Ihrer Heimat sind sie ausgezeichnete Futterverwerter.
Gras im Sommer und Heu im Winter stellen ihre Hauptnahrung
dar.
Alpakas gehören zur Familie der Neuweltkameliden, wie
Lamas, Vikunjas und Guanacos.
Wie alle Kameliden kauen sie ihre Nahrung wieder, besitzen aber im Gegensatz
zu den „echten“ Wiederkäuern nur einen dreigeteilten Magen.
Alpakas kommunizieren durch Körpersprache miteinander,
die mit verschiedenen Lautäußerungen, vorwiegend
durch leises Summen unterstützt wird. Manchmal setzen
sie auch eine wirkungsvollere Methode ein: das Spucken.
Eine Alpakastute bekommt in der Regel ein Jungtier (Cria)
pro Jahr. Die Tragzeit beträgt 11 bis 11,5 Monate. Neugeborene
wiegen ca 8 kg und sollten kurz nach der Geburt laufen und
an ihrer Mutter saugen. Die Kolostralmilch ist für Crias
besonders wichtig, da ihr Abwehrsystem erst nach der Geburt
mit Hilfe dieser ersten Milch aufgebaut wird.
Als Wolllieferant gezüchtet, weisen Alpakas eine sehr
feine Faser auf, die neben Kaschmir und Seide zu den edelsten
Naturfasern gehört und zu hochwertigen und entsprechend
teuren Textilien verarbeitet wird. Alpakafasern brennen nicht,
enthalten kein Lanolin und gelten deshalb als antiallergisch.
Die innen hohle Faser speichert bei Kälte die Körperwärme
besser als jede andere Wolle. Sie weißt einen hohen
Grad an Elastizität und Wiederstandsfähigkeit auf.
Die Faser ist besonders schmutz- und geruchsabweisend. Die
Feuchtigkeitsaufnahme der Faser ist sehr gering, sodass ein
Kleidungsstück seine originale Charakteristik behält.
Das Farbspiel reicht von weiß, silbergrau, apricot,
den verschiedenen Brauntönen bis hin zum tiefen Schwarz.
Man unterscheidet zwei Typen:
Huacaya-Alpakas
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Suri-Alpakas |
| dichtes, fülliges Vlies mit Kräuselung (Crimp) |
Fasern haben einen Drall und hängen wie Locken
am Tier herunter. Sie sind seltener als die Huacayas,
nur ca 10% der Gesamtpopulation |
Alpakas sind besonders pflegeleicht. Sie lieben das Leben
auf der Weide und können das gesamte Jahr dort verbringen.
Ein offener Unterstand und eine Sandmulde zur Fellpflege
komplettieren ihr Reich, welches in Deutschland von einem
1,5 m hohen Maschendrahtzaun o.ä. begrenzt sein sollte.
Durch ihre überschaubare Größe und den leichten
Körperbau sind Alpakas gut zu händeln. Die jährliche
Schur, das Entwurmen und Impfen, sowie das regelmäßige
Schneiden der Zehennägel gehört aber schon zu den
Aufgaben bei der Alpakazucht. Auch die gute Kontrolle der
Zähne und des Gesamterscheinungsbildes ist ratsam. Alpakas
sind kaum für Krankheiten anfällig.
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